Pflanzenlexikon

Rhaphidophora

Die Rhaphidophora ist nicht ganz so kompliziert wie die Aussprache ihres Namens. 😉
In unseren Breitengraden ist sie als Zimmerpflanze für viel Dschungel-Feeling beliebt.

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  • Licht & Standort
  • Rhaphidophora gießen
  • Rhaphidophora düngen
  • Giftigkeit der Rhaphidophora
  • Rhaphidophora-Arten & -Farben
  • Wachstum, Größe & Blüten der Rhaphidophora
  • Krankheiten & Schädlinge der Rhaphidophora
  • Rhaphidophora überwintern
  • Rhaphidophora umtopfen
  • Rhaphidophora vermehren
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Rhaphidophora

Welt

Herkunft & Verbreitung
Die Arten der Rhaphidophora findest du in der Natur in den tropischen Gebieten Afrikas, Australiens und in Malaysia. Sie gehören zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Zu ihren Verwandten gehören beispielsweise auch andere beliebte Zimmerpflanzen, wie das Einblatt, die Alocasia oder auch die Monstera.

Liste

Alternative Namen 
Monstera minima, Mini Monstera, Dwarf Monstera

Lupe

Fun Fact
Vor allem die Rhaphidophora tetrasperma wird wegen ihres Aussehens oft mit einer Monstera verwechselt.

Pflege der Rhaphidophora

Licht & Standort

Die Rhaphidophora fühlt sich an einem hellen bis halbschattigen Standort am wohlsten. Die pralle Mittagssonne und Zugluft mag sie hingegen nicht. In der Natur bevorzugt sie Temperaturen zwischen 20°C und 25°C. Die Rhaphidophora kann also das ganze Jahr über in deiner Wohnung stehen. Sie hat aber auch kein Problem damit, wenn es mal etwas kühler wird. Temperaturen unter 15°C sind ihr dann aber doch zu kalt.

Manche Arten der Rhaphidophora sind mit dem normalen Raumklima völlig zufrieden. Es gibt aber auch etwas seltenere und anspruchsvollere Arten, die es gerne etwas feuchter mögen. In unserem Blog über Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfährst du, wie du für sie das ideale Klima erreichen kannst.

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Rhaphidophora gießen

Frühling - Sommer: Während der warmen Jahreszeit solltest du einmal in der Woche den Fingertest machen. Dazu kannst du deinen Finger einfach ein paar Zentimeter tief in die Erde deiner Rhaphidophora stecken. Wenn die obersten 2-3 cm trocken sind, ist es Zeit, zur Gießkanne zu greifen.

Ob die Erde wirklich trocken ist, erkennst du daran, dass sie direkt von deinem Finger bröselt. Wenn sie hingegen noch feucht ist, bleibt sie am Finger kleben. Falls du unsicher bist: Warte lieber noch ein paar Tage, wiederhole den Fingertest und giesse erst dann. Wie die meisten Pflanzen verträgt die Rhaphidophora etwas Trockenheit besser als eine permanent nasse Erde.

Herbst - Winter: Im Winter bekommen deine Pflanzen etwas weniger Licht ab. Sie können also weniger Photosynthese betreiben, wachsen langsamer und brauchen deshalb nicht so viel Wasser. Es reicht also, wenn du den Fingertest alle 10 Tage machst.

Rhaphidophora düngen

Die Rhaphidophora wächst ziemlich zügig. Dazu braucht sie genügend Nährstoffe. Während der Wachstumsphase im Frühling und Sommer solltest du deshalb alle 3-4 Wochen etwas Flüssigdünger unter das Gießwasser mischen.

Alternativ dazu kannst du auch Langzeitdünger, wie unsere Dünger-Pellets, verwenden. Diese kannst du ganz einfach jeweils im Frühling und im Sommer in die Erde stecken. Dort geben sie dann über ein paar Monate langsam Nährstoffe ab.

Im Herbst und Winter kannst du auf das Düngen deiner Rhaphidophora verzichten.

👉🏼 In unserem Blog erfährst du alles, was du über das Düngen wissen musst.

Pflege des Drachenbaums: hell bis halbschattig, alle 7-14 Tage giessen, im Frühling und Sommer alle 3 Wochen düngen

Sonstige Pflege der Rhaphidophora

Deiner Rhaphidophora kannst du eine große Freude machen, wenn du sie ab und zu von Staub befreist. Dazu kannst du beispielsweise mit einem feuchten Tuch einfach die Ober- und Unterseite der Blätter abwischen. Schwups kann deine Rhaphidophora besser atmen!

Passt die Rhaphidophora zu mir?

Die Rhaphidophora ist eine vielfältige Gattung. Manche Arten sind sehr robust und eignen sich deshalb auch besonders gut für Pflanzenneulinge. Es gibt aber auch einige, die etwas anspruchsvoller und sogar wahre Raritäten sind. Diese eignen sich dann eher für Leute, die schon etwas Erfahrung mit Pflanzen haben.

Rhaphidophora korthalsii in dunklem feey Keramiktopf vor schwarzem Hintergrund.
Rhaphidophora korthalsii in dunklem feey Keramiktopf vor schwarzem Hintergrund.
Rhaphidophora korthalsii in dunklem feey Keramiktopf vor schwarzem Hintergrund.
Rhaphidophora korthalsii in dunklem feey Keramiktopf vor schwarzem Hintergrund.
Detailaufnahmen einer sich drehenden Rhaphidophora korthalsii in dunklem feey Keramiktopf vor schwarzem Hintergrund.
Sich drehende Rhaphidophora korthalsii in dunklem feey Keramiktopf vor schwarzem Hintergrund.

Rhaphidophora korthalsii

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Ist die Rhaphidophora giftig?

Die Rhaphidophora gehört zu den giftigen Zimmerpflanzen. Wenn du Kinder oder Haustiere hast, die sehr neugierig sind, musst du also darauf achten, dass sie die Pflanze nicht in den Mund nehmen.

Einige Arten kannst du als Hängepflanze halten. Diese kannst du beispielsweise in einem Hängetopf oder einem Makramee aufhängen oder auf ein hohes Regal stellen, damit sie außer Reichweite sind. Viele Arten sind aber Kletterpflanzen. Diese kannst du zum Beispiel auf einen Pflanzenständer stellen.

Du möchtest lieber auf Nummer sicher gehen? Es gibt auch viele tierfreundliche Zimmerpflanzen, die ungiftig und somit bedenken los sind, falls mal ein Blatt vernascht wird.

Rhaphidophora-Arten & -Farben

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Rhaphidophora Hayi (C: Andrew Allen)

Die bekannteste unter den Rhaphidophora-Arten ist die Rhaphidophora tetrasperma. Sie hat Schlitze in ihren Blättern und erinnert deshalb etwas an eine Monstera. Aus diesem Grund ist sie auch unter dem Namen «Monstera minima» bekannt.

Neben ihr gibt es aber noch über 100 weitere Arten Und manche davon sind wunderschöne Raritäten. Wir haben dir hier ein paar unserer Rhaphidophora-Favoriten rausgesucht:

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Rhaphidophora tetrasperma

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Rhaphidophora decursiva (C: Chhe)

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Rhaphidophora korthalsii

Wachstum, Größe & Blüten der Rhaphidophora 

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Mehrere Jahre alte Rhaphidophora tetrasperma im feey-Filmset.

Viele Arten der Rhaphidophora wachsen sehr zügig. Sie können auch als Zimmerpflanzen sehr groß werden und mehrere Meter lange Ranken und riesige Blätter bilden. Manche Rhaphidophora-Arten, wie die Rhaphidophora korthalsii, möchten gerne klettern und sind deshalb auf eine Rankhilfe angewiesen. Andere, wie beispielsweise die Rhaphidophora tetrasperma, klettern zwar gerne, können aber auch problemlos als Hängepflanze gehalten werden. In ihrer Heimat kann die Rhaphidophora bis zu 20 Metern lang werden, da sie dort an Bäumen emporklettert.

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Ausgewachsene Rhaphidophora korthalsii im Botanischen Garten St. Gallen (C: Ivo von feey)

Rhaphidophora schneiden

Wenn deine Rhaphidophora zu groß oder ihre Ranken zu lang werden, kannst du sie problemlos zurückschneiden.

Das machst du am besten im Frühling. Dann kann deine Pflanze nämlich mit voller Elan in die neue Wachstumsphase starten, neu austreiben und schöner heranwachsen, als sie das jemals zuvor getan hat.

Zum Schneiden solltest du unbedingt ein scharfes Messer oder gleich eine spezielle Pflanzenschere verwenden. Dein Schneidwerkzeug solltest du idealerweise desinfizieren. So kannst du verhindern, dass über die Schnittwunde Bakterien in deine Rhaphidophora gelangen.

Eine ausführliche Anleitung zum Schneiden von Zimmerpflanzen findest du in unserem Blog.

Die abgeschnittenen Stücke kannst du übrigens gleich als Stecklinge verwenden und daraus deine eigenen neuen Babypflanzen ziehen. Auf das Thema des Vermehrens gehen wir aber weiter unten genauer ein.

Wann blüht die Rhaphidophora?

Damit deine Rhaphidophora blüht, muss sie bereits einige Jahre auf dem Buckel haben und unter perfekten Bedingungen wachsen. Das bedeutet, dass sie genügend Licht, Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit braucht. Auch mag sie es, wenn sie eine Ruhephase mit tieferen Temperaturen erleben kann.

Diese Bedingungen sind bei Zimmerpflanzen leider kaum gegeben, weshalb es sehr unwahrscheinlich ist, dass du die Rhaphidophora in der Wohnung zum Blühen bringst. Solltest du es aber doch irgendwie hinbringen, sehen die Blüten in etwa so aus:

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Blüten einer Rhaphidophora korthalsii im Botanischen Garten St. Gallen (C: Ivo von feey)

Möchtest du unbedingt eine Zimmerpflanze, die auch in der Wohnung blüht? In unserem Blog stellen wir dir 13 Pflanzen vor, die du (mehr oder weniger) leicht zum Blühen bringen kannst.

Krankheiten & Schädlinge der Rhaphidophora

Die Rhaphidophora ist grundsätzlich eine robuste Pflanze. Dementsprechend ist sie auch nicht besonders anfällig auf Krankheiten und Schädlinge. Falls sich aber mal ein Pflegefehler einschleicht, erkennst du das vor allem an ihren Blättern:

Rhaphidophora kriegt gelbe Blätter

Dass die Blätter deiner Rhaphidophora gelb werden, kann gleich mehrere Gründe haben. Am besten gehst du nach dem Ausschlussverfahren vor: 

Alte Blätter werden gelb

Welche Blätter sind es, die gelb werden? Sind es die, welche an deiner Pflanze am weitesten unten sind? Solange es nur vereinzelte sind, gibt es keinen Grund zur Sorge. Das sind nämlich die ältesten Blätter. Bei denen ist es normal, dass ab und zu eines das Lebensende erreicht hat und deshalb von der Pflanze abgeworfen wird.

Zu viel Wasser
Wenn du deine Rhaphidophora zu oft gießt oder nach dem Gießen das überschüssige Wasser nicht aus dem Übertopf entfernst, kann es zu Staunässe kommen. Wenn die Erde über einen längeren Zeitraum sehr nass ist, beginnen die Wurzeln zu faulen. So kann dann deine Pflanze nicht mehr genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen und die Blätter beginnen gelb zu werden. Steck mal deinen Finger in die Erde. Ist sie noch sehr nass, obwohl du sie seit längerem nicht mehr gegossen hast? Dann hast du wohl zu oft zur Gießkanne gegriffen.

Jetzt solltest du die Erde deiner Rhaphidophora etwas länger antrocknen lassen. Nur Not kannst du deine Pflanze aber auch in frische Erde umtopfen. Achte dabei darauf, dass du möglichst viel der nassen Erde entfernen und alle schwarzen, fauligen Wurzeln abschneiden kannst. Damit es in Zukunft nicht mehr zu Staunässe kommt, solltest du deine Rhaphidophora etwas weniger oft gießen und zuvor immer den Fingertest machen, um zu schauen, ob sie wirklich schon Wasser braucht. 

Nährstoffmangel
Die Rhaphidophora wächst ziemlich zügig. Um diesen Wachstum zu unterstützen, benötigt sie viele Nährstoffe. Besonders bei der Art Rhaphidophora tetrasperma ist das der Fall. Wenn du sie nicht genügend oft und viel düngst, hat deine Pflanze nach einer Weile einen Nährstoffmangel. Diesen zeigt sie dir ebenfalls an gelben Blätter. Wann hast du deine Rhaphidophora zu letzt gedüngt? Wenn du dich gar nicht mehr daran erinnern kannst oder du es noch nie gemacht hast, dann ist es gut möglich, dass ein Nährstoffmangel die Ursache für die gelben Blätter ist. Fange jetzt an, deine Pflanze regelmäßig zu düngen. Aber gib ihr auf keinen Fall auf einmal sehr viel Dünger um das Defizit auszugleichen. Zu viel Dünger schadet deiner Rhaphidophora nämlich auch.

Schädlinge
Auch ein Schädlingsbefall an deiner Rhaphidophora kann zu gelben Blätter führen. Mache Schädlinge knabbern nämlich an den Blättern und saugen so die Zellen aus. Dadurch verlieren die Blätter ihr sattes Grün und werben blass und gelb. Etwas weiter unten erklären wir dir, von welchen Schädlingen deine Pflanze befallen werden könnte.

Rhaphidophora kriegt braune Blätter oder Ränder

Auch braun verfärbte Blätter können mehrere Ursachen haben:

Wassermangel
Pflanzen brauchen Wasser zum Überleben. Wenn du deine Rhaphidophora zu lange nicht gießt, hat sie nicht genügend Wasser, um alle Blätter zu versorgen. Den Wassermangel erkennst du daran, dass die Blätter hängen und die Ränder braun werden. Später kann aber auch das ganze Blatt braun werden und abfallen. Wann hast du deine Rhaphidophora zuletzt gegossen? Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst, ist es vermutlich schon zu lange her. 😉 Steck mal deinen Finger in die Erde. Wenn diese komplett trocken ist, bröselt sie direkt von deinem Finger. Ist das der Fall, solltest du unbedingt zur Gießkanne greifen und deiner armen, durstigen Pflanze einen Schluck Wasser geben. Mache in Zukunft den Fingertest etwas öfter, um das Austrocknen zu verhindern.

Zu tiefe Luftfeuchtigkeit
Die Heimat der Rhaphidophora liegt in tropischen Gebieten. Dort ist sie es sich gewöhnt, dass die Umgebungsluft sehr feucht ist. Mit unserem Klima hier in Europa können wir da leider nicht mithalten.Vor allem im Winter kann die Luftfeuchtigkeit zu einem Problem werden. Durch das Heizen sinkt diese nämlich drastisch. Über eine zu trockene Luft beschwert sich deine Rhaphidophora mit braunen Blatträndern. Mit einem Hygrometer kannst die Luftfeuchtigkeit in deinem Zuhause überprüfen. Idealerweise sollte diese zwischen 40 und 50% liegen.
Wir haben dir ein paar Tricks zusammengestellt, wie du die Luftfeuchtigkeit auch ohne Luftbefeuchter erhöhen kannst.

Sonnenbrand
Die Rhaphidophora mag zwar einen hellen Standort, jedoch kommt sie mit der prallen Sonne nicht so gut zurecht, vor allem wenn sie zuvor nicht an die Sonnenstrahlen gewöhnt wurde. Wenn die Blätter zu viel Sonne abbekommen haben, erkennst du das an braunen, ausgebleichten Flecken. Diese erholen sich leider nicht mehr. Falls das ganze Blatt knusprig wird, kannst du es entfernen.

Stelle deine Pflanze also an eine Stelle, wo sie etwas weniger Licht abbekommt und sie sich so wohler fühlt.

Rhaphidophora-Blätter hängen

Wenn die Blätter deiner Rhaphidophora hängen und schlapp wirken, ist das oft ein Zeichen, dass sie zu wenig Wasser hat oder von Schädlingen befallen ist.

Wann hast du deiner Pflanze zuletzt etwas Wasser gegönnt? Mach mal den Fingertest und stecke deinen Finger 3-4cm tief in die Erde. Wenn die Erde direkt von deinem Finger bröselt, ist sie trocken und es ist höchste Zeit, dass du deine Gießkanne aus dem Schrank holst, um deine Rhaphidophora zu wässern.

Wie du Schädlinge erkennst, erklären wir dir jetzt.

Schädlinge
Wie bei jeder anderen Zimmerpflanze auch, kann es bei der Rhaphidophora vorkommen, dass sich Schädlinge auf ihr breit machen. Dann sind es vor allem Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse oder Thripse.

💡 Tipp: Damit du einen allfälligen Befall frühzeitig erkennen und so den Schaden möglichst minimieren kannst, empfehlen wir dir, dass du dir deine Pflanze beim Gießen auch jeweils gleich genauer unter die Lupe nimmst.

Schau dir dabei besonders auch die Unterseite der Blätter an, denn dort verstecken sich die nervigen Viecher nämlich gerne. Du erkennst sie orangen Punkten, weißen Gespinsten, klebrigen Flecken oder gelben Larven. 

Das solltest du machen, wenn du Schädlinge entdeckt hast:

  • Isoliere die befallene Pflanze, um das Ausbreiten der Schädlinge zu verhindern.
  • Wische die Blätter mit einem Putztuch ab oder dusche deine Rhaphidophora. So kannst du die Schädlingspopulation bereits eindämmen.
  • Behandle die Pflanze, um auch die restlichen Schädlinge loszuwerden. Dazu kannst du beispielsweise einen Zimmerpflanzen-Spray oder Nützlinge, wie Raubmilben, Nematoden oder Florfliegen, verwenden.

👉🏽 In unserer Schädlingsübersicht findest du ausführliche Informationen zu den gängigsten Schädlingen. Dort erklären wir dir, wie du sie erkennst und stellen dir schädlingsspezifische Möglichkeiten vor, um sie effektiv zu bekämpfen.

Schädlinge kannst du anstelle eines Sprays auch mit ihren natürlichen Fressfeinden, also mit Nützlingen, bekämpfen. Diese stellen wir dir in unserer Nützlingsübersicht vor.

Rhaphidophora überwintern

Pflanzen der Gattung der Rhaphidophora kommen ursprünglich aus den Tropen. Das bedeutet, dass sie sich warme Temperaturen gewöhnt sind und es ihnen zu kalt ist, wenn die Temperaturen unter 15°C fallen.

Du kannst deine Rhaphidophora also auch zum Überwintern in deiner Wohnung halten und du solltest darauf achten, dass sie nicht an einer zu kalten Stelle steht.

Weil deine Pflanze während der kühlen Jahreszeit auch weniger Licht abbekommt, kann sie weniger Photosynthese betreiben. Dementsprechend musst du sie auch nicht ganz so oft gießen, wie im Sommer. Mache vor dem Gießen aber jeweils unbedingt den Fingertest.

Rhaphidophora umtopfen

Die Rhaphidophora-Arten wachsen relativ schnell. Dementsprechend ist es möglich, dass du deine Pflanze jedes Jahr umtopfen musst.

Dass du deine Rhaphidophora umtopfen musst, erkennst du daran, dass die Wurzeln bereits unten aus dem Topf wachsen und die Erde komplett durchwurzelt ist. Dann fühlt sich der Innentopf sehr prall und hart an.

Die ideale Zeit zum Umtopfen ist im Frühling. Dann kann sich deine Rhaphidophora nämlich am besten vom Stress erholen und während der neuen Wachstumsphase viele starke Wurzeln in der neuen Erde bilden.

In unserem Blog zum Thema Umtopfen findest du eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie nichts schiefgehen kann.

Rhaphidophora vermehren

Deine Monstera Minima (Rhaphidophora) zu vermehren ist ganz einfach. Am besten klappt das über Stecklinge:

Rhaphidophora vermehren über Stecklinge

So kannst du deine Rhaphidophora über Stecklinge vermehren:

  • Schneide einen langen Trieb deiner Rhaphidophora mit einem scharfen, desinfizierten Messer oder einer Pflanzenschere ab.  
  • Diesen kannst du nun in Stücke schneiden, sodass jeweils ein oder zwei Blätter an einem Stück Trieb sind. Das sind nun deine Stecklinge
  • Die Stecklinge deiner Rhaphidophora kannst du jetzt in ein Glas mit Wasser stellen. Das Wasser solltest du alle paar Tage wechseln.
  • Stelle das Glas mit den Stecklingen nun an einen hellen Standort ohne pralle Sonne.
  • Jetzt ist Geduld gefragt. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Stecklinge anfangen, Wurzeln zu bilden.
  • Sobald die Wurzeln einige Zentimeter lang sind und sich verzweigen, kannst du deine Stecklinge eintopfen. Nimm dafür unbedingt durchlässige Erde für Zimmerpflanzen. Schwups hast du eine neue Rhaphidophora. Selbstgezüchtete Pflanzen eigenen sich übrigens auch prima als Geschenk.