Pflanzenlexikon

Bananenpflanze

Ba-ba-ba, Ba-ba-nana 🎵
Ba-ba-ba, Ba-ba-nana 🎶
Banana-ah-ah! 🍌

Calathea
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Musa

Welt

Herkunft & Verbreitung
Die Heimat der Bananenpflanze liegt im tropischen bis subtropischen Südostasien.

Liste

Alternative Namen:
Bananenpflanze, Bananenbaum, Bananenpalme, Paradiesfeige

Lupe

Fun Fact
Die Banane gehört sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland zu den meistverkauften Früchten. Die Avocado ist ebenfalls weit oben mit dabei auf der Liste.

Pflege der Bananenpflanze

Licht & Standort

Kurz gesagt: Die Bananenpflanze mag es hell, warm und feucht.

Wenn du deine Musa als Zimmerpflanze hältst, ist deshalb ein Standort am Fenster oder in einem Wintergarten ideal. Wenn sie an einem Südfenster steht, solltest du sie im Sommer lieber etwas weiter in den Raum verschieben. Wegen der prallen Sonne kann es sonst vor allem bei jungen Pflanzen zu Sonnenbrand kommen.

Achte beim Standort aber darauf, dass deine Bananenpflanze nicht bei einem oft geöffneten oder gekippten Fenster steht. Zugluft mag sie nämlich nicht.

Weil dein Bananenbaum (naja, genau genommen ist es eine Staude) ursprünglich aus tropischen und subtropischen Gebieten kommt, benötigt er eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Banane ist also eine ideale Pflanze für dein Badezimmer.

Im Sommer begleitet dich deine Musa auch gerne nach draußen. Genau wie wir Menschen sind auch Pflanzen Gewohnheitstiere. Deshalb solltest du deine Bananenpflanze erst an ihren neuen Standort gewöhnen. Dieser sollte zudem vor Wind und praller Sonne geschützt sein.

Von der Bananenpflanze gibt es einige Sorten, die winterhart sind und Temperaturen bis zu -12°C vertragen. Wenn du in einer milden Region wohnst, kannst du eine solche also das ganze Jahr über draußen in deinem Garten lassen.

Auspflanzen solltest du deine Musa aber erst, wenn sie ein Alter von drei Jahren erreicht hat. Junge Pflanzen sind nämlich noch etwas kälteempfindlicher.

Und auch wenn deine Bananenpflanze tiefe Temperaturen verträgt, solltest du ihr zusätzlichen Schutz vor der Kälte geben. Wie du sie richtig überwinterst, erfährst du etwas weiter unten.

Idealer Standort der Calathea: halbschattig

Bananenpflanze gießen

Frühling - Sommer: Überprüfe bei kleineren Bananenpflanzen, die du als Zimmerpflanzen hältst, etwa alle 5-10 Tage, ob sie Wasser brauchen. Das machst du am einfachsten mit dem Fingertest. Dazu steckst du deinen Finger etwa 2-3cm tief in die Erde. Wenn die Erde trocken ist, kannst du deine Bananenpflanzen gießen.

Große Kübelpflanzen solltest du bei heißen Temperaturen täglich gießen, damit sie genügend Wasser bekommen.

Wenn du deine Bananenpflanze dagegen in den Garten ausgepflanzt hast, musst du sie nur bei längeren Trockenphasen gießen. Dass sie Wasser braucht, erkennst du daran, dass sie ihre Blätter hängen lässt. Das ist als Faustregel im Sommer etwa zwei Mal in der Woche der Fall.

Herbst - Winter: Während der kalten Jahreszeit solltest du bei deiner Zimmerbanane etwa alle 10-14 Tage den Fingertest machen. Bei Kübelbananen greifst du etwa alle 2-3 Wochen zur Gießkanne, und Gartenbananen brauchst du gar nicht zu gießen.

Als Gießwasser eignet sich entkalktes Wasser oder Regenwasser am besten.

Bananenpflanze düngen

Die Banane gehört zu den Pflanzen, die schnell wachsen. Damit sie ihre grosßen Blätter bilden kann, braucht sie genügend Nährstoffe. Deshalb solltest du deinen Bananenbaum im Frühjahr und im Sommer etwa alle zwei Wochen düngen. Dazu verwendest du Flüssigdünger. Als Alternative kannst du auch Langzeitdünger verwenden.

Im Winter braucht deine Bananenpflanze keinen Dünger.

Pflege der Calathea: hell ohne direktes Sonnenlicht, alle 7-14 Tage wässern, im Frühling und Sommer alle 30 Tage düngen

Sonstige Pflege der Bananenpflanze

Wenn du deine Bananenpflanze als Zimmerpflanze hältst, ist sie dir dankbar, wenn du ihre Blätter regelmäßig reinigst. Das kannst du zum Beispiel mit einem feuchten Tuch machen. Wenn sie noch einigermaßen klein ist, kannst du sie auch in deiner Dusche abbrausen.

Besonderheiten der Bananenpflanze

Die Bananenpflanze blüht nur einmal in ihrem Leben. Dabei bildet sie bis zu 300 Früchte. Danach stirbt die Mutterpflanze ab. Um weitere Generationen zu sichern, bildet sie vor ihrem Tod Kindel, welche selbst zu neuen Bananenpflanzen heranwachsen. Diese bildet sie aber auch, wenn sie einfach nur glücklich bei dir ist. Die Kindel eignen sich prima zum Vermehren deiner Musa.

Passt die Bananenpflanze zu mir?

Die Bananenpflanze verlangt einiges von dir: Sie benötigt genügend Licht und eine hohe Luftfeuchtigkeit, und du brauchst entweder viel Platz in deiner Wohnung, hast einen geräumigen Wintergarten oder wohnst in einer Region mit milden Wintern.

Wenn du deine Musa in der Wohnung halten möchtest, dann musst du dich damit abfinden können, dass sie nicht perfekt aussehen wird. Macken wie braune Ränder sind fast nicht zu verhindern. Das ist auch der Grund, weshalb wir bei feey sie nicht im Sortiment haben.

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Ist die Bananenpflanze giftig?

Die Bananenpflanze gehört zu den tierfreundlichen Pflanzen. Sie ist nicht giftig. Du musst dir also keine Sorgen machen, falls dein Haustier oder dein Kind ein Blatt in den Mund nimmt.

☢️ Ein weiterer Fun Fact: Bananen beinhalten ein bestimmtes Kalium-Isotop. Deshalb sind sie ganz leicht radioaktiv. Aber keine Sorge, du müsstest mehrere hundert Bananen pro Sekunde essen, um eine schädliche Strahlendosis abzubekommen.

Bananenpflanzen-Arten fürs Zimmer und den Garten

Insgesamt gibt es etwa 70 verschiedene Bananenpflanzen-Arten. Manche Arten findest du bei uns im Supermarkt als «normale» Banane bzw. Dessertbanane. Weniger bekannt sind bei uns die Kochbananen.

Wir stellen dir hier einige Bananenpflanzen-Arten vor, die sich besonders gut als Zimmerpflanzen oder zum Auspflanzen in den Garten eignen.

Bananenpflanzen als Zimmerpflanzen

Nicht jede Bananenpflanze kannst du als Zimmerpflanze halten. Viele werden nämlich viel zu groß. Als Zimmerbananen eignen sich nur Arten, die mehr oder weniger kompakt bleiben:

Grosse Calathea Roseopicta mit pink-violetten Blattunterseiten

Die Zwerg-Essbanane, mit wissenschaftlichem Namen Musa acuminata ‘Dwarf Cavendish’, ist eine Klassikerin unter den Zimmerbananen. Sie wird etwa 2-3m groß und kann auch als Kübelpflanze Früchte tragen. (Auf dem Bild ist die ‘normale’
Musa acuminata zu sehen. C: Krzysztof Golik)

Grosse Pfauen-Korbmarante mit hellgrünen Blättern und Flecken wie Pfauenaugen

Die Musa ‘Oriental Dwarf’ ist eine Zimmerbanane, die besonders kompakt bleibt. Sie erreicht eine Höhe von nur etwa 80cm.

Bananenpflanzen für den Garten

In Zentraleuropa eignen sich zum Auspflanzen nur solche Bananen-Arten, die auch mit Temperaturen im negativen Bereich auskommen:

Calathea Maui Queen mit dunkelgrünen Blättern mit weissen Punkten in der Mitte

Die japanische Faserbanane (Musa basjoo ‘Nana’, manchmal auch ‘Sakhalin’) ist die gängigste Bananenpflanzen-Art für den Garten. Sie kommt mit Temperaturen von bis zu -12°C aus. Zum Überwintern benötigt sie aber einen entsprechenden Kälteschutz. Die Musa basjoo ‘Nana’ wird etwa 3m hoch. Früchte bildet sie sehr wahrscheinlich nicht, weil die Durchschnittstemperatur dafür bei uns zu kalt ist. (C: Illustratedjc)

Calathea warscewiczii mit grün gemusterten Blättern, die auf den Unterseiten dunkelrot sind

Die Musa sikkimensis wird auch Darjeeling-Banane genannt. Sie ist eine weitere Bananen-Art, die du im Garten halten kannst, und verträgt Temperaturen bis etwa -10°C. Mit 4-5m wird sie noch ein ganzes Stück grösßer als die japanische Faserbanane. Auch sie bildet in unseren Breitengraden keine Früchte. (C: Daderot)

Wachstum, Größe & Blüten der Bananenpflanze

Wie groß deine Bananenpflanze wird, ist von ihrer Art abhängig. In der Natur werden einige Arten über 7m hoch und bilden dabei Blätter mit einer Länge von je über 2m. Andere Arten erreichen kaum die Höhe von einem Meter.

Calathea Zebrina in freier Wildbahn mit buschigem Wuchs, dazwischen wenige pinke Blüten

Musa textilis (C: David J. Stang)

Bananenpflanze schneiden

Ein Rückschnitt deiner Bananenpflanze ist – außer zur Überwinterunggrundsätzlich nicht nötig.

Alte, abgestorbene Blätter kannst du aber natürlich abschneiden. Das machst du am besten direkt an der Basis. Dazu verwendest du eine scharfe, desinfizierte Pflanzenschere.

Die Blüte der Bananenpflanze

Wenn du dich gut um deine Bananenpflanze kümmerst, belohnt sie dich mit Blüten. Dafür muss sie aber mindestens ein Alter von 2-5 Jahren erreicht haben.

Die Blüten sind grün, gelb bis violett. Übersehen tust du sie bestimmt nicht. Die Blüte ist im Vergleich zur Pflanze sehr groß und hängt hinunter.

Korbmarante White Fusion mit grün-weissen Blättern und einer weissen Blüte

Damit sich auch noch Früchte bilden, benötigt dein Bananenbaum genügend warme Temperaturen. Ist das der Fall, so kann er bis zu 300 Früchte auf einmal produzieren. Jedoch ist eine erfolgreiche Ernte nicht garantiert. Wenn deine Musa im Garten steht, kommt es gar nicht erst zur Bildung der Früchte. Die Temperaturen in deinem Garten sind leider nicht über eine genügend lange Zeitdauer genügend hoch.

Aufgepasst: Nicht alle Bananenpflanzen bilden essbare Früchte.

Nach der Blüte stirbt deine Musa ab. Um ihr Überleben zu sichern, bildet sie aber zuvor sogenannte Kindel. Das bedeutet, dass neue Bananenpflanzen an der Basis der Mutterpflanze wachsen.

🤩 Weil es so schön ist, hier noch ein weiterer Fun Fact: Die Banane ist botanisch gesehen eigentlich eine Beere. Genau wie die Erdbeere also. 🍓 Ach nee, die Erdbeere ist ja eine Nuss. Dann eben: Genau wie der Kürbis ist auch die Banane eine Beere. 🎃

Krankheiten & Schädlinge der Bananenpflanze

Die Bananenpflanze ist eigentlich eine sehr robuste Pflanze. Von Krankheiten und Schädlingen wird sie eher selten befallen.

Manchmal schleicht sich aber der eine oder andere Pflegefehler ein. Das zeigt dir deine Musa dann vor allem an ihren Blättern:

Bananenpflanze kriegt gelbe Blätter

Dass deine Bananenpflanze gelbe Blätter bekommt, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Dabei musst du auch darauf achten, welche Blätter denn gelb werden.

Bananenpflanze stößt ihre alten Blätter ab

Sind nur einige der untersten Blätter deiner Bananenpflanze gelb? Dann gibt es keinen Grund zur Sorge. Die Musa wächst sehr schnell und bildet oft neue Blätter. Die alten Blätter werden deshalb irgendwann abgestoßen. Das ist völlig normal.

GIF mit Zeitraffer, wie Calathea ihre herunterhängenden Blätter nach dem Giessen wieder aufrichtet

(C: Franziska aus der feey-Community)

Staunässe

Auch falsches Gießen kann zu gelben Blätter am Bananenbaum führen. Wenn du deine Pflanze zu oft oder zu viel gießt, ohne dass das Wasser ablaufen kann, kommt es zu Staunässe. Dabei verfaulen die Wurzeln.

Schütte überschüssiges Wasser weg und lass die Erde deiner Bananenpflanze trocknen. Du kannst deine Pflanze auch aus ihrem Topf holen und den Wurzelballen mit Zeitungspapier einwickeln. Das saugt die Feuchtigkeit schön auf. Bei sehr großen Pflanzen ist das aber sehr umständlich. In diesem Fall kannst du auch ein paar Tampons in die Erde stecken. Das hat denselben Effekt.

Im Notfall nimmst du deine Musa aus ihrem Topf und entfernst so viel der nassen Erde wie möglich. Braune, faulige Wurzeln kannst du direkt mit einer scharfen und desinfizierten Schere abschneiden. Nun topfst du deine Bananenpflanze in frische Erde ein.

Neuer Standort

Hast du deine Bananenpflanze gerade von ihrem Sommerquartier in ihr Winterquartier verschoben oder umgekehrt? Die neue, ungewohnte Umgebung kann für deine Bananenpflanze ein Schock sein, auf welchen sie mit gelben Blätter reagiert. Lass ihr einfach ein wenig Zeit, bis sie sich an den neuen Standort gewöhnt hat.

Die Bananenpflanze hat ihr Lebensende erreicht

Hat deine Bananenpflanze kürzlich geblüht und vielleicht sogar Früchte getragen? Dann hat sie leider ihr Lebensende erreicht. Eine Bananenpflanze blüht nur einmal in ihrem Leben und stirbt danach ab. Das kannst du leider auch nicht verhindern. Du kannst aber aus ihren Kindeln neue Pflanzen heranziehen.

Bananenpflanze kriegt braune Blätter

Braune Blätter an deiner Bananenpflanze können viele verschiedene Ursachen haben:

Bananenpflanze wirft ihre alten Blätter ab

Die untersten Blätter deiner Bananenpflanze sind gleichzeitig auch die ältesten. Weil die Musa regelmäßig neue Blätter bildet, werden die alten auch abgeworfen. Das ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Wassermangel

Vor allem große, in Kübel gepflanzte Bananen benötigen im Sommer sehr viel Wasser. Wenn du sie nicht genügend oft gießt, kann sie dir das mit braunen, vertrockneten Blättern zeigen.

Passe deinen Gießrhythmus also so an, dass du etwas öfter gießt. Pass aber auf, dass du es nicht zu gut meinst und deine Musa übergießt.

Zu wenig Licht

Auch ein Lichtmangel kann ein Grund für braune Blätter beim Bananenbaum sein. Überdenke den momentanen Standort deiner Musa und rücke sie allenfalls etwas näher ans Fenster. Sollte das nicht möglich sein, kannst du mit einer Pflanzenlampe nachhelfen. Unsere Pflanzenlampen sind speziell für das Wachstum von Pflanzen konzipiert worden.

Zu viel Licht bzw. Sonnenbrand


Hast du deine Bananenpflanze an einen neuen Standort verschoben, an dem sie plötzlich viel mehr Licht und direkte Sonne abbekommt? Dann hat sie vielleicht einen Sonnenbrand gekriegt.

Sonnenbrand erkennst du als hellbraune oder beige Flecken auf den Blättern deiner Musa. Überleben wird sie’s, die Flecken werden aber nicht mehr grün.

Achte darauf, dass du deine Pflanze langsam an ihren Standort und die Sonne gewöhnst, um weitere Schäden zu verhindern.

Kindelbildung

Weil die Bananenpflanze nach der Blüte abstirbt, bildet sie Kindel, um ihr Überleben zu sichern. Kindel sind neue Babypflanzen, die an der Basis der Mutterpflanze wachsen.

Das Bilden dieser Kindel benötigt viel Energie. Deshalb kann es sein, dass die Mutterpflanze das eine oder andere braune Blatt bekommt. Sorgen musst du dir nicht machen, sie wird sich wieder erholen.

Düngefehler

Sowohl zu viel als auch zu wenig Dünger kann bei Bananenpflanzen zu braunen Blättern führen.

Die Musa wächst schnell und bildet sehr große Blätter. Das braucht ganz schön viel Energie. Im Sommer solltest du sie deshalb alle zwei Wochen düngen.

Wenn du deinen Bananenbaum bis jetzt nur selten oder vielleicht sogar überhaupt nicht gedüngt hast, solltest du nicht übereifrig werden. Wir wollen ja verhindern, dass deine Bananenpflanze nach dem Nährstoffmangel direkt überdüngt wird. Beginne einfach damit, sie regelmäßig zu düngen.

Solltest du deine Musa überdüngt haben, topfst du sie am besten in frische Erde um. So kannst du so viel wie möglich vom Dünger entfernen. Nun kannst du eine Weile warten, bis du das nächste Mal zur Düngerflasche greifst.

Bei zu tiefer Luftfeuchtigkeit bekommt die Bananenpflanze schnell mal braune Ränder. Um das zu verhindern, kannst du die Luftfeuchtigkeit zum Beispiel mit einem Hygrometer kontrollieren. Falls du dir nicht gleich einen Luftbefeuchter zulegen möchtest, findest du auf unserem Blog einige Tricks, wie du ganz einfach die Luftfeuchtigkeit erhöhen kannst.

Calathea Roseopicta mit gelben, hängenden und braun geränderten Blättern aufgrund eines Thripse-Befalls

(C: Franziska aus der feey-Community)

Bananenpflanze lässt ihre Blätter hängen

Dass die Blätter deiner Bananenpflanze hängen, kann das zwei Gründe haben: zu wenig Wasser oder zu wenig Licht.

Wassermangel

Mach etwas öfter den Fingertest. So merkst du am einfachsten, wie viel Wasser deine Musa braucht. Gieße sie dann wenn nötig auch häufiger.

Zu wenig Licht

Wie weit entfernt steht deine Bananenpflanze vom Fenster? Wenn sie einige Meter weg davon ist, solltest du sie etwas näher stellen.

Bananenpflanze bekommt schwarze Flecken

Schwarze Flecken an deiner Bananenpflanze können ebenfalls verschiedene Gründe haben:

Manche Bananenpflanzen-Arten sind panaschiert

Bei manchen Bananenpflanzen-Arten ist es völlig normal, dass sie schwarze Flecken haben. So sehen einfach ihre Blätter aus. In diesem Fall gibt es keinen Grund zum Kopfzerbrechen.

Zugluft

Genau wie sehr viele andere Zimmerpflanzen ist auch die Bananenpflanze empfindlich gegenüber Zugluft. Das zeigt sie dir, indem sie dunkle Flecken auf ihren Blättern bekommt.

Achte dich also mal auf ihren Standort. Steht der Bananenbaum in der Nähe eines Fensters, das oft gekippt ist, oder neben einer Tür, die häufig offen steht? Dann ist deine Musa dankbar, wenn sie ein neues Plätzchen bekommt.

Schädlingsbefall

Auch wegen eines Schädlingsbefalls können die Blätter deiner Musa schwarze Flecken bekommen. Suche sie deshalb mal nach kleinen Tierchen ab. Schau dir dabei auch die jungen Blätter ganz genau an. Schädlinge findest du vor allem an den Blattunterseiten und an den Blattachseln.

Im nächsten Abschnitt geht’s genauer um Schädlinge an der Bananenpflanze. 👇🏼

Pilzbefall

Wenn sich ein Pilz auf den Blättern deiner Bananenpflanze breitmacht, kann dieser als dunkle Flecken sichtbar werden.

Ob es ein Pilz ist, findest du heraus, indem du mit deinem Finger oder mit einem Tuch über die Oberfläche streichst. Wenn du den Belag wegwischen kannst, ist es ein Pilz. Diesen behandelst du am besten mit einem Mittel gegen Pilzkrankheiten. So kannst du ihn wieder loswerden.

Schädlinge der Bananenpflanze

Wenn deine Bananenpflanze von Schädlingen befallen wird, dann sind es wahrscheinlich Spinnmilben oder Wollläuse.

Ganz wichtig: Isoliere deine Pflanze sofort! So kannst du verhindern, dass sich die Viecher auf andere Pflanzen ausbreiten.Die Schädlinge schleichen sich vor allem im Winter wegen der trockenen, warmen Heizungsluft ein.

Beide Schädlingsarten kannst du bekämpfen, indem du deine Pflanze mit einem feuchten Tuch abwischst und sie mit einem Spray gegen Schädlinge einsprühst. Bei einem sehr starken Befall kannst du auch ganze Pflanzenteile abschneiden. Verwende dazu eine scharfe und desinfizierte Schere.

Spinnmilben erkennst du von bloßem Auge leider kaum. Du siehst aber die feinen, weißen oder gelblichen Gespinste an der Blattachsel, dem Übergang zwischen Blattstiel und Stängel bzw. Stamm. In unserem Blogpost zu Spinnmilben kannst du noch mehr über die kleinen Schädlinge erfahren.

Wollläuse sehen, wie ihr Name schon verrät, wie kleine Wollknäuel an deiner Pflanze aus. Sie sind deshalb auch leicht zu verwechseln mit Schimmel. Wenn du noch mehr Infos über Wollläuse möchtest, dann schau dir doch unseren Blogpost dazu an.

Bananenpflanze überwintern

Wie du deine Bananenpflanze überwintern musst, ist davon abhängig, ob du sie als Zimmerpflanze bzw. Kübelpflanze hältst und sie den Winter drinnen verbringt, oder ob deine Musa ausgepflanzt und damit ganzjährig draußen ist.

Bananenpflanze im Zimmer überwintern

Wenn du deine Bananenpflanze als Zimmerpflanze hältst oder wenn du deine Kübelpflanze für den Winter reinholst, braucht sie ein Winterquartier mit diesen Eigenschaften:

  • Viel Licht (vielleicht musst du mit einer Pflanzenlampe nachhelfen)
  • Temperaturen von etwa 10°C
  • Über längere Zeit nicht kälter als 5°C und immer frostfrei

Ein ideales Plätzchen für deine Bananenpflanze ist also zum Beispiel ein helles Treppenhaus oder ein unbeheizter Wintergarten. Denk zudem daran, dass deine Musa im Winter etwas weniger oft gegossen werden muss. Was du bei der Pflege deiner Zimmerpflanzen im Winter sonst noch beachten solltest, findest du auf unserem Blog heraus.

Winterharte Bananenpflanze im Freien überwintern

Obwohl es winterharte Bananenpflanzen gibt, die Temperaturen von bis zu -12°C vertragen, solltest du ihnen in unserem Klima einen zusätzlichen Schutz bieten:

  • Schneide die Blätter deiner Bananenpflanze ab. Sie würden bei den kalten Temperaturen sowieso abfrieren.
  • Nun kannst du die ganze Pflanze auf eine Höhe von ca. 80cm - 1m zurückschneiden.
  • Stecke drei bis vier Holzpfähle um deine Bananenpflanze herum in den Boden. Diese sollten etwas höher sein als dein Bananenbaum.
  • Um dieses Drei- oder Viereck um deine Musa wickelst du nun Hasendraht oder einen Maschendrahtzaun. Alternativ kannst du auch Styroporplatten verwenden.
  • Den Zwischenraum zwischen der Pflanze und dem Draht oder der Styroporplatte füllst du mit Laub oder Stroh, damit der ganze Stamm (genau genommen ist es kein richtiger Stamm, sondern ein Scheinstamm 🤓) bedeckt ist. Achte darauf, dass er auch von oben bedeckt ist. Stopf dein Füllmaterial nicht zu eng rein. Einige Lufträume dürfen und sollen gerne noch vorhanden sein.
  • Deine Konstruktion kannst du nun mit einem Vlies abdecken.

💡 Junge Pflanzen sind noch empfindlicher als ältere. Deshalb solltest du deine Bananenpflanze für ihre ersten drei Winter noch als Kübelpflanze halten, damit du sie drinnen ohne Frost überwintern kannst. Ab dem vierten Jahr kannst du sie dann aber problemlos auspflanzen.

Bananenpflanze umtopfen

Die Bananenpflanze wächst sehr zügig. Deshalb ist es nötig, dass du deine Pflanze jedes Jahr oder jedes zweite umtopfst. Dass es dafür Zeit wird, erkennst du auch an Folgendem:

  • Der Topf deiner Bananenpflanze ist völlig durchwurzelt (Topfeffekt).
  • Der Innentopf ist wegen der vielen Wurzeln schon ausgebeult und fühlt sich an, als könnte er jeden Moment platzen.
  • Die Wurzeln wachsen aus den Abflusslöchern des Topfs deiner Bananenpflanze.

Deine Musa topfst du idealerweise im Frühling um, denn dann beginnt die Wachstumsphase. So klappt das Umtopfen:

  • Löse deinen Bananenbaum vorsichtig aus ihrem Topf heraus
  • Entferne so viel der alten Erde wie möglich. Wenn dabei einige Wurzeln zerreißt, ist das nicht schlimm. Deine Pflanze erholt sich davon problemlos.
  • Falls du schwarze, verfaulte Wurzeln entdeckst, kannst du diese ganz einfach abschneiden.
  • Fülle in deinen neuen Topf eine Schicht Erde. Um Staunässe zu verhindern, solltest du Erde mit guter Drainage verwenden, zum Beispiel unsere feey Zimmerpflanzenerde.
  • Nun kannst du deine Bananenpflanze in den Topf stellen, die Zwischenräume mit der frischen Erde auffüllen und das Ganze etwas andrücken.
  • Zum Schluss kannst du deine Musa noch angießen.

Wenn du noch mehr zum Thema Umtopfen lernen möchtest (unter anderem, was es mit dem Umtopfen nach Mondkalender auf sich hat), dann schau doch mal auf unserem Umtopf-Blog vorbei.

Bananenpflanze vermehren

Deine Bananenpflanze kannst du auf zwei Arten vermehren: über Ableger oder Samen.

Spoiler Alert: Die Musa ist deutlich einfacher über Ableger zu vermehren als über Samen.

Bananenpflanze vermehren über Ableger

Die Bananenpflanze bildet an ihrer Basis sogenannte Kindel. Diese sind dazu da, ihr Überleben in eine weitere Generation zu sichern, weil die Mutterpflanze selbst nach der Blüten- und Fruchtbildung abstirbt.

Idealerweise trennst du die Kindel im Frühling von der Mutterpflanze ab und das erst, wenn sie selbst bereits einige Blätter gebildet haben und etwa einen Drittel der Größe ihrer Mama erreicht haben. Dabei gehst du so vor:

  • Nimm deine Bananenpflanze aus ihrem Topf heraus.
  • Löse die Erde von den Wurzeln, damit du die Stelle findest, an welcher der Kindel an der Mutterpflanze hängt.
  • Schnapp dir ein scharfes und desinfiziertes Messer und trenne deine Baby-Banane damit von ihrer Mama-Banane. Achte darauf, dass der Kindel auch bereits ein paar eigene Wurzeln gebildet hat.
  • Deinen Ableger kannst du nun in einen eigenen Topf einpflanzen. Weil du deine Mutterpflanze ja bereits aus dem Topf genommen hast, kannst du diese – falls nötig – ja auch gleich in einen neuen und grösseren Topf umtopfen.

Bildung von Kindeln bei der Bananenpflanze anregen

Wenn deine Bananenpflanze krank ist und nicht mehr zu retten scheint, kannst du sie so zur Bildung von Kindeln anregen:

  • Schneide deinen Bananenbaum zurück.
  • Nun kannst du ihn vorsichtig aus dem Topf holen und möglichst viel der Erde entfernen. Wenn das nicht so gut klappt, kannst du versuchen, die Erde unter fliessendem Wasser abzuwaschen. Alternativ kannst du den Wurzelballen auch für ein paar Minuten in Wasser stellen und dann erneut versuchen, die Erde zu lösen.
  • Nachdem du möglichst die ganze alte Erde entfernt hast, stellst du deine Bananenpflanze in ein Gefäß mit Wasser.
  • Achte darauf, dass du das Wasser etwa alle 2-3 Tage wechselst.
  • Jetzt ist Geduld angesagt. Nach einiger Zeit beginnen sich kleine, neue Babypflanzen zu bilden. Success 🙌🏾
Grosse Calathea Roseopicta mit pink-violetten Blattunterseiten

Hier siehst du den Strunk einer Musa, die Spinnmilben hatte und deswegen leider eingegangen ist. Nun bildet sie an der Wurzel kleine Kindel. (C: Adel aus der feey-Community)

Grosse Pfauen-Korbmarante mit hellgrünen Blättern und Flecken wie Pfauenaugen

Bananenpflanze vermehren mit Samen

Nicht alle Bananenpflanzen können mit Samen vermehrt werden. Bei einigen Arten wurden die nämlich weggezüchtet. Dann geht die Vermehrung nur über Ableger.

Wenn du im Fachhandel Bananensamen gefunden hast, gehst du bei der Aussaat wie folgt vor:

  • Nimm deine Samen und raue ihre Oberfläche etwas auf. Dazu kannst du zum Beispiel eine Feile oder Schleifpapier verwenden.
  • Nun legst du deine Bananensamen für zwei bis drei Tage zum Einweichen in lauwarmes Wasser.
  • Nach dem Einweichen kannst du die Samen in ein Töpfchen mit Anzuchterde (oder feey-Erde) stecken. Drücke sie etwa 1-3cm tief rein und bedecke sie mit Erde.
  • Stelle die Töpfchen an einen gemütlich, warmen Standort.
  • Damit die Luftfeuchtigkeit schön hoch bleibt, kannst du über die Töpfchen einen durchsichtigen Plastiksack stülpen. Denk aber daran, regelmäßig zu lüften, um Schimmel zu verhindern.
  • Das Substrat solltest du immer leicht feucht halten. Das kannst du zum Beispiel auch mit einem Sprüher machen.
  • Nun ist seeeeehr viel Geduld gefragt: Es kann mehrere Wochen bis Monate dauern, bis die Samen mit der Keimung beginnen.
  • Sobald sich die ersten Blätter bilden, sollte dein neues Baby an einem hellen Ort ohne direkter Sonne stehen. Wenn es genügend groß ist, also sobald die Pflanze etwa dreimal so groß ist wie der Topf selbst, kannst du deine Bananenpflanze in einen größeren Topf einpflanzen.